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Endlich Urlaub!

Einmal im Jahr ein "fauler Hund" sein...
Endlich Urlaub!
Endlich Urlaub!

Ferien vom ICH

Alle waren urlaubsreif. Meine Frau klagte über zunehmende Migräneanfälle, Petra und Markus über den unerträglichen Schulstress. Von mir ganz zu schweigen.

Kurz: Teneriffa war der Himmel, in den das alles ein Ende haben würde.

Die Fahrt zum Flughafen erschien uns dann wie ein wunderbares Gleiten in die endgültige Befreiung. Doch im Parkhaus fand sich, obwohl mitgebucht, kein einziges freies Plätzchen. Auf der untersten Etage entdeckte ich schweißgebadet die kleine Lücke, aus der zwei Drittel des Wagens zu herausragten. Bei Rückkehr ein verbeultes Heck? Aussichten auf böse Träume. Mit dem letzten Aufruf erreichten wir die Maschine. Petra hatte ihren Pass verkramt. Vorwürfe. Tränen. Schließlich fiel er aus meiner Brieftasche. Ach ja...

Doch was soll's. Erwartete uns nicht Teneriffa mit dem großen Vergessen?

Es kam ganz anders: Bewölkter Himmel, keine Sonne. Das Hotelzimmer zur lauten Hauptstraße. Gegenüber Baulärm. Ich hatte das falsche Buch eingepackt. Ein frischer Wind stahl den Badespaß. Drei Tage spazierengehen. Die Kinder nörgelten. Schaut doch mal, die alte Kirche...Wenn man mit Banausen Urlaub macht!

Wie gerne hätte ich einen ganzen Tag auf dem Balkon gefaulenzt. Aber nein: "Schließlich bist Du mit Kindern in die Ferien gefahren!" Waren wir auf Teneriffa?

Wir waren auf Teneriffa und waren es auch nicht. -Wir hatten uns SELBST in die Koffer gepackt und nur 2000 Kilometer nach Westen verfrachtet.

Familienrat: Jeder versprach feierlich, für den Rest der Ferien, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Es gelang sogar! Endlich fühlten wir uns freier. Urlaubsstimmung kam auf. Und am sechsten Tag schien die Sonne. Peter Bucher (aus Image-Pfarrbriefmaterial)

Herr mache mich frei

Herr, mach mich frei von der verzweifelten Suche nach mir selbst.

Wer nicht richtig genießen kann, wird ungenießbar.

Wer sich nicht mehr freimachen kann, wird unfrei.

Auch dem gegenüber, was auf ihn zukommt.

Mach' meine Augen hell und zeige mir Herr all' das Schöne.

Löse meine Zunge und lass' mich wieder lachen.

Entfessele meine Verkrampftheit und schenke mir Freude.

Ich dürste nach der Freiheit, die ich nur in DIR finde.