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Das Kind

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Das Kind

Leg das Kind nicht in den Stacheldraht! Dieses Kind gehört nicht in diese Welt. Dort herrscht Krieg. Die Menschen sind böse. Sie bekämpfen sich, beschießen sich, bringen sich um, weil sie sich hassen. Das ist ein zu gefährlicher Ort für ein Kind!

Diese Welt braucht das Kind. Es bringt ihr den Frieden. Wer sonst könnte das? Die Menschen brauchen seine Botschaft. Das Kind ist selbst der Friede. Leg es in diese Welt, wir brauchen es.

Tu es nicht! Die Menschen sind ungerecht. Die eine Hälfte der Menschen hungert und stirbt, die andere Hälfte weiß nicht, wohin mit den ganzen Lebensmitteln. Sie wollen nicht miteinander teilen, jeder denkt nur an sich selbst. Dem Kind würde es nicht anders ergehen. Es müsste leiden. Behalt es bei dir!

Die Menschen sind egoistisch, weil keiner sie die Liebe gelehrt hat. Sie haben vergessen, um sich herum zu schauen und die anderen und ihre Nöte zu sehen. Das Kind wird uns zeigen, wie viel Freude es macht, zu geben und zu helfen. Es wird uns den Weg zur Gerechtigkeit weisen. Leg das Kind in diese Welt. Es wird uns helfen können.

Niemand wird bemerken, dass das Kind da ist! Die Leute sind viel zu beschäftigt mit sich und ihrem Leben. Sie sind immerzu gestresst und in Eile. Alle sind nur noch darauf bedacht, zu funktionieren, für den Chef, für die Familie, für die Freunde. Sie vergessen, fröhlich zu sein und für die kleinen Wunder zu leben. Niemand wird sich auch nur einen Augenblick Zeit für das Kind nehmen.

Die Welt braucht das Neue. Das ganz andere. Wir brauchen das Kind, das uns den neuen Weg zeigt. Das Kind kann uns das Staunen beibringen. Es kann uns die Begeisterung lehren. Es kann uns zeigen, dass das größte Abenteuer immer noch der Mensch ist.
Wir werden uns wieder begeistern können. Für die anderen Menschen und für die Welt. Wir könnten die Welt wieder durch die Augen eines Kindes sehen, wenn es zu uns kommt. Und nur dann werden wir die Kraft haben, etwas zu verändern.

Wir können nichts verändern. Wir sind zu klein und zu machtlos. Nicht mal die, die an der Macht sind, schaffen das. Die Menschen zerstören ihre Welt und es scheint vielen von ihnen ganz egal zu sein. Sie gucken nur nach dem Jetzt und Hier und dem Profit, den sie für den Moment herausschlagen können. Ihnen fehlt der Weitblick. Die Welt hat so keine Zukunft. Aber ein Kind braucht doch eine Zukunft!

Es stimmt. Wir selbst - jeder einzelne, kann nur ein bisschen bewirken. Aber das ist zu kurz gedacht! Ja, eine Zukunft gibt es nur dort, wo wir uns zusammentun. Und das Kind wird uns zusammenbringen. Es kann uns Hoffnung geben. Den Menschen, der Welt. Und in dieser Hoffnung liegt die Kraft zum täglichen Neubeginn.

Leg dieses Kind ruhig in diese Welt. Es ist unsere Hoffnung.

Nicht! In dieser Welt gibt es keine Zukunft.

Bleib ruhig. Das Kind ist die Zukunft dieser Welt.

In dieser Welt gibt es keine wirklichen Menschen mehr. Das ist eine unmenschlicheWelt!

Dieses Kind ist der wirkliche Mensch. Der neue Mensch – von Gott gesandt!

In dieser Welt gibt es keinen Gott. Sie ist gottverlassen. Leg das Kind nicht in diese Welt voller Stacheln!

Leg dieses Kind ruhig in diese Welt. Dieses Kind ist die Hoffnung und die Zukunft dieser Welt. Dieses Kind ist wirklich Mensch und wirklich Gott. Die Welt braucht dieses Kind.

 

Der Text des Anspiels stammt von der Website der Karl-Leisner-Jugend (Autor: Peter van Briel) und wurde hier leicht verändert. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Link zum Originaltext: http://www.k-l-j.de/Weihnacht2.htm