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Beethoven in Salz

Beethoven in Salz
Beethoven in Salz

Am 16.8.2020. wurde in St. Adelphus Salz die Gedenktafel des wohl im Jahr 1759 verstorbenen Großvaters Ludwigs van Beethoven (1770-1827) enthüllt. Johann Heinrich Keverich starb am 3.8.1761 auf Schloss Molsberg, das damals zum Kirchspiel Salz gehörte, und wurde in der altehrwürdigen damaligen Pfarrkirche beigesetzt.

Seinerzeit regierte der Trierer Kurfürst in Ehrenbreitenstein bei Koblenz. Da er aber ein gebürtiger von Walderdorff war und im Begriff stand, die elterliche Festung Molsberg repräsentativ hochzurüsten, hielt er sich für einige Zeit auf Molsberg auf. Sein Oberhofkoch war jener Johan Heinrich Keverich, Großvater des berühmten Bonner Komponisten, Beethoven.

Schon in den 1930er Jahren hatte der damalige Salzer Pfarrer Friedrich Maria Pascher (gest. 1985) die Idee, Beethovens Großvater mit einer Gedenktafel zu verewigen. Dieser Bitte kam die Verbandsgemeinde Wallmerod und die katholische Pfarrei Liebfrauen Westerburg am 16.8. dieses Jahres nach.

Im Zuge einer „Beethovenwanderung“ von Molsberg nach Salz und in Anwesenheit vieler Salzer und Molsberger erörtete Frau Weiß aus Ehrenbreitenstein in der Rolle der Beethoven-Großmutter die Geschichte ihres Mannes. Mehrmals wurde ihr Vortrag durch donnernden Applaus der Menge unterbrochen. Volker Lehmke, der sich eingehend mit der Geschichte Molsberg-Beethoven-Salz-Keverich beschäftigt hat, war ebenfalls anwesend und wurde durch ein Geschenk der Verbandsgemeinde geehrt. Vonseiten der Pfarrei waren anwesend der ehemalige Pfarrer von Salz, Anton Jonietz, und Kaplan Moritz Hemsteg. Zum Abschluss der Feierlichkeiten, die draußen auf der Nordseite der Kirche stattfanden, wurde durch Bürgermeister Lüttkefedder und Kaplan Hemsteg dann die Grabinschrift enthüllt. Wo genau Johann Heinrich Keverich im Kirchenschiff begraben liegt, kann man nicht sagen. Aber auf etwa 4qm genau kann man seine sterblichen Überreste wohl lokalisieren.

 

Moritz Hemsteg