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Auf dem Weg zur Krippe

Auf dem Weg zur Krippe
Auf dem Weg zur Krippe

Advent –
Wir sind unterwegs zur Krippe, zu Gott, der für uns Mensch geworden ist.

Aber auf dem Weg werden wir oft unsicher, verlaufen uns.
Da können uns die Heiligen ein Wegweiser sein. Auch sie waren nicht vollkommen und nicht ohne Fehler, aber sie haben das Ziel nicht aus den Augen verloren.
Und so wollen wir uns in diesem Jahr in der Adventszeit besonders an die seligen und heiligen Frauen und Männer unseres Bistums wenden.

1. Advent – Mut zur Wahrheit: Pater Richard Henkes

Heute beten wir:

Seliger Pater Richard Henkes,
Sei Du unser Wegweiser und Vorbild,
dass wir, wie Du, den Mut haben, die Wahrheit zu sagen, auch in schwierigen Zeiten,
dass wir, wie Du, die Würde jedes Menschen achten und schützen,
Seliger Richard Henkes, bitte für uns!

 

2. Advent – Lass uns die Liebe nie vergessen: Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen lebte im 11. Jahrhundert. Schon in Kindertagen hatte sie immer wieder Visionen. Sie sah, wie groß und allumfassend Gottes Liebe zu seiner Schöpfung ist. Hildegard beschrieb immer wieder, wie Gott alles und jeden mit seiner Liebe durchdringt. Wen oder was wir auch immer sehen: Wir können darin Gott erkennen und seine Fürsorge. Diese Erkenntnisse aus den Visionen prägten ihre Gespräche mit den Mächtigen der Welt, sie prägten ihre Einstellung zur Musik und sie prägten ihre Anleitungen für medizinische und kulinarische Rezepte.

Mit Hildegard lasst uns beten:

Im Anfang sah Gott in der Weisheit seines Herzens alles vor sich, was er erschaffen wollte. Da schuf er den Menschen, weckte ihn mit seinem wunderbaren Hauch zum Leben und blickte ihm ins Angesicht. In Gestalt des Menschen spiegelt sich die ganze Schöpfung. Lob sei dem dreifaltigen Gott! Alles erfüllt er mit Leben und Wohlklang. Verborgen glänzt er in den Geheimnissen, die niemand ergründen kann. Seine Liebe durchflutet das All, von den Tiefen der Erde bis zu den Sternen des Himmels. – Herr, lass uns diese Liebe niemals vergessen. Hilf uns, sie Tag für Tag in allem, was Du geschaffen hast, neu zu entdecken. Amen.

Am 17. September 1179 starb Hildegard von Bingen im Kloster Rupertsberg in Bingen. 2012 erfolgte die Heiligsprechung in Rom und die Ernennung zur Kirchenlehrerin.

 

3. Advent – Schritt für Schritt zu den Menschen: Katharina Kasper

Katharina Kasper suchte Zeit ihres Lebens das Glück. In einem ihrer Briefe verrät sie, wie sie das Glück gefunden hat: ,,Nur eins ist notwendig, nur eins kann die Seele glücklich machen, dass sie alles für Gott, mit Gott und durch den lieben Gott tut.“ (Band 1, Brief 19)

Wenn wir an die Heilige Katharina Kasper denken und ihrem Weg zum Glück folgen wollen, dann lasst uns Gott bitten:

Hilf uns heute, offen zu sein für die Not unserer Mitmenschen, so, wie es die Heilige Katharina Kasper war: für Gott, mit Gott und durch den lieben Gott.

 

4. Advent – Das Licht besiegt die Finsternis: Georg

Der Patron unseres Bistums, der Heilige Georg, ist um 280 in Kappadozien, der heutigen Türkei, geboren und um 305 in Lydda in Israel gestorben. Das sind die einzigen Daten, die wir von Georg wissen. Der Rest ist Legende.
Doch wie in allen Berichten und Erzählungen wird vor allem das weitergegeben, was dem Berichtenden bzw. Erzählenden wichtig ist: Und das ist bei Georg der Mut, die Tapferkeit und die Entschlossenheit, für Christus und seine Kirche einzustehen und zu kämpfen.

Ist Georg deshalb spätestens ab dem Mittelalter als ritterlicher Drachentöter dargestellt? Sind das aber nicht alles nur Märchen aus vergangenen Tagen? Denn Drachen gibt es doch gar nicht. – Der Drache, die Schlange: Sie sind das Sinnbild für das Böse. Und das Böse gibt es sehr wohl auch in unseren Tagen. Wir nehmen es jeden Tag wahr – und wollen nichts damit zu tun haben, schauen weg.
Georg kämpft gegen das Böse und besiegt es.
Das Böse in unseren Tagen hat viele Namen: Hass, Neid, Verleumdung, Mobbing, Untreue, Übervorteilung, Intoleranz, Diskriminierung, Rassismus, Egoismus, Verschwendung und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, Leben auf Kosten der kommenden Generation...

In ein paar Tagen feiern wir das Kommen Gottes in diese heutige Welt. Helfen wir mit, dass sein Licht jeden Tag ein wenig heller leuchten kann und das Dunkel und Böse aus dieser Welt vertreiben kann. Das haben wir gerade in dem Lied „Wir sagen euch an“ gesungen. Von Georg ist überliefert, dass er die Zeilen dieses Liedes gelebt hat:

Wir sagen euch an eine heilige Zeit. Machet dem Herrn die Wege bereit...
Nun tragt eurer Güte hellen Schein weit in die dunkle Welt hinein...
Gott selber wird kommen, er zögert nicht. Auf, auf, ihre Herzen, und werdet licht.