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Abgerungen

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Abgerungen – ein Stück über Pater Henkes

Ein Schauspieler, der in einem Theaterstück über Pater Henkes ein Theaterstück über Pater Henkes schreibt... Wer ist hier wer? Sehe ich einen Schauspieler? Sehe ich einen Schauspieler, der Pater Henkes sieht? Sehe ich Pater Henkes? Wer bin ich? Wie wäre es, wenn ich der Schauspieler wäre? Der Schauspieler, der überlegt, wie es wäre, Pater Henkes zu sein?

Der Schauspieler bezieht die Zuschauer mit ein: Wie wäre das bei Ihnen? Was würden Sie tun? Was meinen Sie?
Das tut er, während er überlegt, wie es Pater Henkes wohl ergangen ist, was ihn angetrieben und geführt hat, das zu tun, was er getan hat.
Was war Pater Henkes für ein Mensch?
Der Zuschauer hört auch Biografisches, fast Dokumentarisches, er erfährt eine Menge über diesen Menschen, der so unscheinbar und gleichzeitig ungeheuer mutig seinen Weg ging, der ihn in härteste Konfrontation mit den Nationalsozialisten gebracht hat.

Und während der Schauspieler, den der Zuschauer sieht, sich Gedanken macht, wie eine Predigt von Pater Henkes gegen die Machthaber wohl ausgesehen haben mag, geht er an den Altar und – ist Pater Henkes, der predigt. „Die Predigt habe ich mir ausgedacht“, sagt der Schauspieler anschließend im Stück, „aber so hätte sie sein können...“ – Nicht Daten über Pater Henkes stehen im Vordergrund, sondern die Frage, wie er war – verknüpft mit der Frage, wie wir sind.
Pater Henkes hat es geschafft, Gott zu vertrauen, durch alle Bedrohungen hindurch. Sich Gott anzuvertrauen. Anders wäre sein Entschluss, in die Typhus-Baracke von Dachau zu gehen, nicht denkbar. Hätten wir das auch getan?

Dank an Frank Musekamp für die großartige Aufführung am 27.11.2019 im Pfarrsaal Christkönig, dank an die Pallottiner, die die Ausstellung in der Kirche und die Theateraufführung initiiert und möglich gemacht haben!